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  • Autorenbildsimis

Der mutige Jonas

Aktualisiert: 15. Feb. 2023

Ich möchte euch mal einen Menschen vorstellen der mich faszinierte seit ich ihn das erste mal sah, berührt er meine Sinne und mein Herz. Ich schlenderte durch Zürich, war etwas melancholisch und sah eine Menschenmenge und hörte plötzlich beruhigende und fröhliche Klänge die mich magisch anzogen und ich wollte mehr hören. Ich sprach dann mit ihm und er zählte mir freudig seine Geschichte und wünschte mir dann so ehrlich und herzlich, wie das vor ihm niemals jemand tat. viel Glück in meinem Leben,


Ich beschreibe Jonas, ein ganz besonderer, noch sehr junger Mensch mit einer wundervollen Geschichte. Die er lieber selbst erzählt:


Geboren bin ich 1994 in der Schweiz mit einer Hörbehinderung, die an Gehörlosigkeit grenzt. Bereits in jungen Kinderjahren begann ich mich für Musik zu begeistern. Schallplatten von «Die Schlümpfe» liess ich ununterbrochen abspielen, während ich meinen Rücken an die Lautsprecher der Stereoanlage anlehnte und die Musik laut aufdrehte. So entdeckte ich Musik.


Mit 9 Jahren begann ich meine ersten Beats auf der Djembe zu trommeln. Daraufhin spielte ich Schlagzeug und später noch ein bisschen Gitarre und Steel Drum. Auf YouTube entdeckte ich Mitte 2013 schliesslich das Hang/Handpan. Weil ich kein Geld für ein Hang hatte, platzte ein Traum. Ich beschäftigte mich im Musikraum im Keller weiter, bis ich schliesslich Ende 2013 vollständig mit Musik aufhörte.


«Das kannst du nicht», «Du bist fast taub» oder «Mach etwas Sicheres, mit Musik kannst du kein Geld verdienen» – das und Ähnliches sagten Lehrpersonen, Sozialpädagogen und Menschen aus meinem Umfeld. Schlaue Tests beim Berufsberater empfahlen die Berufe Schreiner, Landwirtschaftsgärtner oder Reinigungsfachkraft. Aufgrund meiner Hörbehinderung wurden mir immer wieder Steine in den Weg gelegt. Ich lernte verschiedene Fähigkeiten, um Fehleinschätzungen entgegenzuwirken. So gründete ich während meiner Ausbildung zum Kaufmann meine eigene Firma hearZONE, eine Zeitschrift für Menschen mit einer Hörbehinderung und machte mich im Alter von 19 Jahren selbstständig.


Mitte 2015 zog es mich nach Berlin und anschliessend nach Essen (Deutschland). Dort baute ich die Firma hearZONE weiter auf. Während meiner Selbstständigkeit erwarb ich autodidaktisch weitere Fähigkeiten im Bereich Medien, Marketing, Design und Programmierung von Webseiten. Sogar meine eigene Website habe ich programmiert. Vieles versuchte ich selbst in die Hand zu nehmen und entwickelte mich zum talentierten Macher. So wurde ich im Hörbehindertenwesen in der Schweiz, Deutschland und Österreich erstmals bekannt.


Meine Perspektiven veränderten sich. Im Sommer 2017 beendete ich nach vier Jahren Selbstständigkeit die Produktion meiner Zeitschrift hearZONE und verkaufte das Netzwerk an den Schweizerischen Hörbehindertenverband, wo ich mit der Übernahme Ende 2017 im Bereich Medien und Kommunikation angestellt wurde.


Eine dunkle Zeit beginnt. Eine ungewisse innere Unzufriedenheit wächst. Ich lebte ein Leben, das nicht für mich bestimmt war. Als ich meinen seelischen Tiefpunkt erreichte, kaufte ich Ende 2018 mein erstes Handpan und entschied, wieder zu musizieren. Darauf folgten schlaflose Nächte. Das Handpan auf dem Schoss eingebettet mit geschlossenen, müden Augen, spielte ich sanft die ersten Melodien durch die Nacht. Und meine Welt steht Kopf.

Am nächsten Morgen nahm ich das Handpan erneut auf den Schoss und liess mein Herz weiter singen. Täglich spielte ich mehrere Stunden, bis ich im Frühling 2019 mit Strassenmusik begann. Am Wochenende spielte ich bei schönem Wetter am Seeuferweg in Zürich. Meine ersten Songs entwickelten sich, während die Passanten begeistert zuhörten. Mein Selbstbewusstsein zur Musik baute sich wieder auf und ich entdeckte mein musikalisches Talent neu.


Nichts konnte mich mehr aufhalten. Kurze Zeit später verliess ich den Job, kündigte die Wohnung, distanzierte mich von toxischen Beziehungen und brach alleine mit Handpan und Rucksack zu einer Reise auf. Einer Reise zu mir selbst. Nach einer halbjährigen Balkanreise mit viel Zeit für Selbstfindung und Selbstreflexion kam ich im Frühling 2020 fest entschlossen nach Hause, trotz der Corona-Pandemie beruflich mit Musik durchzustarten und meinen Träumen zu folgen.


Seither habe ich mit meiner Musik und meiner Geschichte tausende von Herzen berührt und inspiriert. Ich will ein leuchtender Stern für andere Menschen sein und sie mit meiner Geschichte dazu ermutigen, auf ihr Herz zu hören.


Wenn ich denke es geht mir schlecht, oder ich kann eine Situation nicht bewältigen, höre ich immer seine Musik. Jonas zeigt mir, dass es immer nur Mut und Vertrauen in die eigenen Träume und sich selbst braucht um glücklich zu sein, Er inspiriert Menschen und bereitet ihnen Glück und seien wir ehrlich, was gibt es schöneres als seiner Begabung zu folgen und damit Menschen glücklich zu machen.


Er ist eine Bereicherung für uns alle weil er an sich geglaubt hat,


Seht selbst seine Emotion und das freudige Lächeln:



@simis, immer begeistert wenn ich ihn in den Strassen spielen höre.






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